nach ca. 1,5 Jahren regelmäßigen bloggen über das Thema Investments in Aktien oder Immobilien, haben mich in der Zwischenzeit auch immer wieder Leser angeschrieben und deren Erfahrungen mitgeteilt. Ich habe in dieser Zeit oft mit Lesern geskypt und wir haben lange über das Investieren philosophiert. In diesen Gesprächen haben wir natürlich auch über das ein oder andere Portfolio geredet und warum es so aussieht wie es aussieht. In diesen Gesprächen kamen die merkwürdigsten Begründungen, warum die eine oder andere Aktie so gut sein soll. Weiterhin habe ich noch eine Auswertung zu den Depots von Privatleuten gesehen, dass die meisten deutlich schlechter als der Markt abschneiden. In Kombination dieser Tatsache, dass die meisten Depots schlechter als der Gesamtmarkt performen und die zahlreichen Gespräche mit den Lesern sind mir vier große Probleme aufgefallen. Es sind immer die gleichen Fehler und wenn man diese einmal erkannt hat, dann ist man schon ein großes Stück weiter als die Masse.

Mangelnde Streuung

Die liebste Aktie der deutschen Privatanleger ist die Daimler AG, diese befindet sich in den meisten Portfolios. Weiter ganz weit mit vorne ist die Deutsche Telekom, diese beiden genannten Titel gehören allerdings nicht zu den Top Werten, genauso wenig wie die Deutsche Bank. Mir ist allerdings aufgefallen, dass sehr viele deutsche Privatanleger in das investieren was sie kennen und was aus Deutschland kommt. Dieses Phänomen kann man auch in Foren zu Aktien wieder finden, dort werden am häufigsten deutsche Aktien diskutiert. Deutsche Aktien müssen nicht schlecht sein, sind sie auch nicht, jedoch sollte man auf eine gewisse Streuung achten. Als privater Anleger sollte man maximal 20% in Deutschland investiert sein. Ein großer Teil sollte in US Aktien liegen, gefolgt von Europa und Emerging Markets. Eine breite, weltweite Streuung verringert nicht nur das Klumpenrisiko in einem Land investiert zu sein, sondern federt auch Währungsschwankungen ab. Das Stockpicking in Deutschland ist für die meisten Privatanleger nicht der richtige Ansatz für den langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien, daher empfiehlt es sich ein weltweit gestreutes Portfolio aufzubauen.

Mehr Spekulanten als Investoren

Dieser Anlagefehler geht in die Richtung des Ansatz, wie man an das Thema Aktien herangeht. Sehr viele sehen Aktien als ein Spekulationsobjekt und erkennen nicht die Möglichkeit sich langfristig an einem hervorragendem Unternehmen zu beteiligen. Das Spekulieren hat mehrere Nachteile für die deutschen Anleger, die jedoch nicht bekannt sind. Zu Beginn muss man sich erstmal klar machen, woher die langfristige Aktienmarktrendite von ca. 8% kommt. Die Rendite setzt sich zu 40% aus Dividenden und zu 60% aus Kurssteigerungen zusammen. Daraus ergibt sich also, dass Timing, welches beim spekulieren gefragt ist, keinen großen Anteil am Anlageerfolg hat. Es kommt zum größten Teil darauf an, dass man am Markt investiert ist, also über einen langen Zeitraum und nicht der richtige Zeitpunkt des Kaufes ist entscheidend. Desto länger man man Markt investiert ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eine gute Rendite zu erzielen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, welchen man beim Spekulieren anfügen muss, sind die erhöhten Handelskosten. Durch das ständige rein und raus in den Markt, fallen sehr hohe Handelskosten an, welche zusätzlich die Rendite schmälern.

Mein Tipp für dich

Werde dir zu Beginn erstmal klar was du an der Börse erreichen möchtest und was deine Strategie dafür ist. Mein Ziel ist es, kontinuierlich Rückflüsse aus meinen Depot zu erhalten, daher habe ich mich für die Dividendenstrategie entschieden. Ich kaufe also Aktien, welche kontinuierlich Dividenden an die Aktionäre ausschütten.

Was ist dein Ziel und mich welcher Strategie kommst du zu diesem Ziel?

Viel Spaß und Erfolg auf dem Weg zur finanziellen Intelligenz.

Sonnige Grüße

Ralph

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