Mit Binären Optionen lasse sich spielend einfach Geld verdienen, verspricht die Werbung. Unsinn, sagen die Kritiker, alles nur reines Glücksspiel. Was stimmt? Warum nicht einfach mal ausprobieren! Das geht, risikolos und bequem, mit einem Binäre Optionen Demokonto. Aber auf was muss man dabei achten? Und wer macht ein gutes Angebot?

Was ist ein Demokonto?

Ein Demokonto unterscheidet sich nur in einem einzigen Punkt von einem regulären Echtgeldkonto: Gehandelt wird mit Spielgeld, Gewinne und Verluste werden nicht ausbezahlt.

Sonst aber gleicht alles einem echten Konto. Die Basiswerte sind die gleichen und die Kurse sind ebenfalls echt. Manchmal werden aus Kostengründen zeitverzögerte Kurse für die Demoangebote verwendet. Das ist nicht schlimm, solange die Verkaufsabteilung nicht versucht, daraus Kapital zu schlagen. Beispielsweise indem man den Tradern vorgaukelt wie einfach man die Kursentwicklung prognostizieren könne. Natürlich ist das einfach, wenn man den weiteren Verlauf schon kennt. Davon abgesehen spricht aber nichts gegen eine kurze Zeitverzögerung.

Wichtiger ist, dass Gewinne und Verluste genauso hoch sind wie im Echtgeldkonto. Idealerweise können Trader beim Demokonto auch gleich die Software ausprobieren, mit der sie später handeln.

Was macht ein gutes Demokonto aus?

Damit ist schon ein wesentliches Kriterium für ein gutes Demokonto genannt. Es soll sich nur darin vom Echtgeldkonto unterscheiden, dass mit Spielgeld gehandelt wird. Sonst müssen die Unterschiede möglichst klein sein.

Völlig ungeeignet sind sogenannte Demofunktionen, bei denen Phantasiekurse verwendet werden die meist so gewählt sind, dass der Trader immer richtig liegt. So einfach ist es in der Realität natürlich nicht.

Außerdem sollte ein gutes Demokonto nicht nur kostenlos sein, sondern auch ohne eine Mindesteinzahlung auskommen. Einige Demokonten lassen sich nämlich nur eröffnen, wenn auch echtes Geld eingezahlt wird. Oder der Demo Account lässt sich zwar einrichten, aber Spielgeld gibt es erst, wenn Geld überwiesen wurde. Beispielsweise erhält man dann für jeden eingezahlten Euro 10,00 Euro Spielgeld. Wer am Ende keinen Spaß am Traden hat und sein Geld zurück will, muss nicht selten eine saftige Auszahlungsgebühr bezahlen.

Gutes Demokonto, guter Broker

Davon abgesehen gelten für ein gutes Demokonto natürlich die gleichen Bedingungen wie für einen guten Broker. Die Auswahl an Basiswerten sollte möglichst groß sein, die Software nutzerfreundlich und einfach zu bedienen und für alle Werte sollten Charts zur Verfügung stehen.

Ein guter Broker bietet außerdem Hilfestellung bei den ersten Schritten und ist natürlich in der Europäischen Union reguliert. Der letzte Punkt ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil Binäre Optionen nicht über die Börse gehandelt werden, sondern direkt beim Broker. Das bedeutet zunächst, dass die sonst übliche Aufsicht durch die Börse selbst sowie die sie kontrollierenden Behörden entfällt. Gewinne der Trader müssen außerdem vom Broker ausgezahlt werden, sollten die Händler zu erfolgreich sein, könnte der theoretisch sogar zahlungsunfähig werden. Bei EU-regulierten Brokern achten die Aufsichtsbehörden darauf, dass die Geschäfte abgesichert werden. Und falls es doch zu einer Insolvenz kommen sollte, wie beispielsweise 2015 bei Alpari UK, sind die Gelder auf getrennten Konten gelagert und zusätzlich geschützt. Für Unternehmen außerhalb der EU muss das nicht gelten.

Warum das bei einem Demokonto wichtig ist? Idealerweise dient das Demokonto auch dazu, den Broker zu testen. Natürlich ist niemand gezwungen, sein Echtgeldkonto dort zu eröffnen, wo er auch das Demokonto unterhalten hatte. Aber es ist zweifellos praktisch und sinnvoll.

Eine Übersicht über gute Broker mit Demokonto gibt es übrigens unter binaereoptionen-demokonto.org.

Erste Schritte mit dem Demokonto?

Wer sein Demokonto eröffnet hat, der kann mit dem Traden beginnen und sein Glück versuchen. Wobei Glück allein für den Erfolg nicht ausreicht. Denn die möglichen Gewinne sind bei Hoch/Tief Optionen immer niedriger als die Verluste, während die Chancen 50:50 stehen, wenn man einfach nur nach dem Gefühl eine Entscheidung trifft. Beispielsweise bekommt ein Trader, der auf steigende Kurse setzt, 70 Prozent Gewinn, wenn er richtig liegt, verliert aber 100 Prozent, wenn die Option aus dem Geld ist.

Es ist deshalb durchaus sinnvoll, sich kurz mit möglichen Strategien zu beschäftigen. Weil die meisten Optionen nur wenige Stunden oder gar Minuten laufen, kommen langfristige Vorgehensweisen wie das Value Investing nicht in Frage. Generell ist die Fundamentalanalyse, bei der Anleger nach dem inneren Wert eines Wertpapiers fragen, meist wenig zielführend, weil sie vor allem langfristig Erfolge bringt.

Einzige Ausnahme ist das Newstrading, bei dem man auf aktuelle Nachrichten reagiert, beispielsweise die Ankündigung eines Millionenverlusts bei einem Unternehmen. Allerdings sind meist nur wenige Basiswerte verfügbar, so dass man auf viele Nachrichten gar nicht reagieren kann, weil es keine Binäre Option zu der Aktie gibt.

Anfänger sollten sich vor allem mit der Trendfolgestrategie beschäftigen. Dabei setzt man auf die Kursentwicklung, die in der Vergangenheit beobachtet worden ist. Also auf steigende Kurse, wenn der Basiswert zuletzt teurer wurde und auf fallende, wenn er billiger geworden ist.

Fazit

Wer sich für das Thema Binäre Optionen interessiert, sollte auf jeden Fall mit einem Demokonto starten. Dort können Trader zuerst ihr Geschick ausprobieren. Wer erfolgreich war, kann dann mit echtem Geld spekulieren. Auch dabei sollte er natürlich nicht Haus und Hof setzen und eine vernünftige Strategie verfolgen.