Hallo Leser,

heute geht es um zwei Anlageklassen, welche ich sehr interessant finde und für meinen Vermögensaufbau nutze. Es geht dabei um die Immobilie und die Aktie, die garantiert in Frage kommen für die Geldanlage, denn es sind beides Vermögens- und Sachwerte. Bei der Immobile geht es hier um die Kapitalanlage, also eine vermietete Immobilie und kein selbst genutztes Eigenheim. Ich werde nun die beiden Anlageklassen aufgrund mehrere Kriterien miteinander vergleichen.

Die Rendite der Immobilie und Aktie

Zu Beginn des Vergleichs möchte ich mit dem wohl wichtigsten Punkte bei jeder Anlageklasse beginnen, es geht um Rendite, die ein Anlageobjekt für den Anleger erwirtschaftet hat. Dazu müssen wir in die Vergangenheit gehen und uns die Historie zu den jeweiligen Märkten anschauen. Beim Aktienmarkt kann man festhalten, dass dieser unter starken Schwankungen im Schnitt 7 – 8 Prozent pro Jahr zulegt und damit die stärkste Anlageklasse überhaupt ist. Bei der angegebenen Rendite geht es um die großen Indices wie z.B. DAX, DowJones oder S&P 500, in dieses Indices gibt es natürlich Aktien welche deutlich besser aber auch schlechter gelaufen sind. Ähnlich sieht es bei der Immobilie aus, hier gibt es Gegenden in Deutschland, wo die Immobilienpreise stark gestiegen sind, wie z.B. in Berlin, München oder Hamburg. Es gibt aber auch ländliche Regionen in Deutschland wo die Preise gefallen sind und die Nachfrage nicht mehr da ist. Insgesamt kann man zu der Rendite der Immobilie sagen, dass sie in den vergangenen 50 Jahre in Deutschland bei ca. 1,5% lag. Hier geht es zur Studie.

Obwohl die Rendite der Immobilie deutlich geringer ist, lohnt sich ein Investment in Betongold, da man hier die Rendite auf das Fremdkapital der Bank erhält und nicht auf das Eigenkapital. Als kurzes Beipiel: Du kaufst dir in Berlin eine Wohnung und diese kostet dir 100.000€, davon hast du 20.000€ selbst, der Rest kommt von der Bank. Steigt der Wert der Immobilie nun um 1,5%, dann machst du 100.000€ * 1,5% = 1500€ Gewinn. Würdest du Aktien für die 20.000€ kaufen und diese um 7% steigen, dann hättest du bloß 1400€ Gewinn gemacht. Da liegt der große Vorteil in der Immobilie, es geht um die Rendite auf das Fremdkapital. Dieses Thema mit Eigenkapital und Fremdkapital müsste man normalerweise noch viel weiter ausschmücken, aber für das Erste sollte es genügen, aber Interessant zu Wissen ist auch noch, dass die 80.000€ Fremdkapital nicht von einem selbst, sondern vom Mieter zurückgezahlt werden.

Diversifikation mit der Aktie oder Immobilie

Der nächste wichtige Punkt, den man bei seiner Anlage beachten muss ist die Diversifikation, also wie einfach ist es möglich in verschiedene Branchen und Regionen zu investieren. Bei der Aktie kann man ganz einfach per ETF z.B. den MSCI World Index kaufen, der unterschiedlichste Konzerne aus verschiedenen Branchen und Regionen der Welt beinhaltet. Bei der Immobilie sieht es nicht ganz so einfach aus, hier reicht oft das Kapital nur für den Erwerb einiger Eigentumswohnungen in ein bis zwei Städten. Hier kann man nicht so einfach streuen zwischen mehreren Ländern und Objekten z.B. Gewerbeimmobilien oder private Nutzung. Hier muss man ganz klar der Aktie den Punkt geben, da hier die Diversifikation und das Klumpenrisiko deutlich geringer sind.

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Diversifikation in Länder und Währungen

Schwankungen und Liquidität der Aktie und Immobilie

Dieses ist ein weiterer wichtiger Punkt, den man bei seiner Geldanlage beachten sollte, wie schnell ist es möglich das eingesetzte Kapital wieder freizubekommen. Bei der Aktie gibt es jeden Tag eine Kursfeststellung an der Börse zu der man seine Aktien verkaufen kann. Die tägliche Bewertung von Aktien führt natürlich auch zu Kursschwankungen die viele Anleger nervös werden lässt. Die gute Liquidität der Aktie, also das es möglich ist, die Aktien sofort wieder zu verkaufen bringt ihr gleichzeitig den Nachteil der hohen Schwankungen ein.

Die Immobilie schwankt deutlich weniger im Preis und es findet auch keine tägliche Bewertung statt, für welchen Preis man seine Eigentumswohnung wieder verkaufen könnte. Diese geringere Schwankung strapaziert die Nerven des Anlegers nicht so stark wie bei der Aktie, aber da es keine tägliche Bewertung gibt, kann es dauern bis man seine Wohnung für einen angemessenen Preis wieder verkaufen kann. Der Verkauf einer Eigentumswohnung dauert mit Sicherheit deutlich  länger als der Verkauf von Aktien.

Die Kosten bei der Investition in Aktien und Immobilien

Ein weiteren Punkt den man bei seinen Investitionen beachten muss, sind die Kosten, die die jeweilige Anlageklasse verursacht. Wenn man in Aktien investiert braucht man bloß geringe Ordergebühren entrichten, wenn man sein Depot bei einem Onlinebroker führt. Anders sieht es bei der Immobilie aus, hier kommen Notarkosten, Maklergebühren und Steuern auf den Kaufpreis mit drauf, die auch die Rendite verschlechtern.

Fazit zu Kapitalanlage in Immobilie oder Aktie

Abschließend kann man festhalten, dass beide Anlageklassen Vor- und Nachteile haben. Der wichtige Punkt liegt aber im Eigenkapital und Fremdkapital, wer bereit ist für seine Anlage Fremdkapital aufzunehmen, der wird mit der Immobilie wahrscheinlich die bessere Rendite bei höheren Risiko und Aufwand erwirtschaften. Man sollte aber nicht zwischen Immobilie und Aktie wählen, sondern beide Anlageklassen für seinen Vermögensaufbau nutzen.

Viel Spaß und Erfolg auf dem Weg zur finanziellen Intelligenz.

Sonnige Grüße

Ralph

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